Eigenschaften
Pyrolyseöle sind typischerweise dunkelbraune, freifließende
Flüssigkeiten mit einem charakteristischen Geruch, der an Lagerfeuer
oder eine Räucherei erinnert. Im Gegensatz zu anderen flüssigen
Energieträgern aus fossilen Quellen sind Pyrolyseöle hydrophil,
d. h. mit Wasser bis zu einem Anteil von ca. 35 % mischbar, bei
höheren Anteilen trennt sich das Öl in eine wässrige und teerige
Phase auf. Der normale Wassergehalt liegt zwischen 20 und 30 %, der
einerseits aus der Restfeuchte des Holzes und andererseits aus dem
Reaktionswasser stammt, das aufgrund der thermolytischen Spaltung
der Biomassekomponenten entsteht. Einige Eigenschaften der Pyrolyseöle
sind in Tabelle 1 zusammengefasst.
| Eigenschaften | Durchschnittswerte |
| Wassergehalt | 20-35 % |
| pH | 2-3 |
| Dichte | 1,2 g/cm3 |
| Kohlenstoff | 56 % |
| Wasserstoff | 7 % |
| Sauerstoff | 37 % |
| Stickstoff | 0,1 |
| Viskosität (40°C, 20 % H2O) | 40-100 cP |
| Feinpartikel | <0,3 % |
| Heizwert | 16-18 MJ/kg |
Tabelle 1: Typische Eigenschaften von Pyrolyse-Ölen |
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Chemisch gesehen bestehen die Pyrolyseöle aus einer Vielzahl von organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen. Dazu gehören im wesentlichen Carbonsäuren, Phenole, Lactone, Alkohole, Furane, Aldehyde, Ketone und Anhydrozucker. Gaschromatographisch lassen sich ca. 200 monomere Verbindungen nachweisen. Darüber hinaus sind im Öl ligninstämmige oligomere Moleküle gelöst.




